
Wenn Plan A nicht geht …
… kein Problem, das Alphabet hat noch mehr Buchstaben.
Damit ist gemeint, dass nicht grundsätzlich jede Technik für jeden Klienten und für jedes Problem gleichermaßen geeignet ist.
Die Behandlung mentaler Probleme ist nicht vergleichbar mit einer Blinddarmoperation, die ganz klaren Regeln folgt, sondern es führen – im übertragenen Sinn – mehrere Wege nach Rom.
Die nachfolgend beschriebenen Therapiemethoden können bei der Behandlung auch durchaus miteinander kombiniert werden. Die Auswahl richtet sich nach der Problemstellung, dem Anliegen und nicht zuletzt dem Wunsch des Klienten.
Selbstverständlich ist bei jedem Verfahren auch das Gespräch ein wichtiger Bestandteil, daher ist es hier nicht als Extraverfahren aufgeführt.
In den gesprächstherapeutischen Anteilen arbeite ich mit der Klientenzentrierten Gesprächstherapie nach Carl Rogers, dem Hauptvertreter der humanistischen Verfahren.
Das Menschenbild der personenzentrierten Psychotherapie geht davon aus, dass der Mensch eine angeborene „Vervollkommnungstendenz“ oder Aktualisierungstendenz besitzt, die für die Weiterentwicklung und Reifung der Persönlichkeit sorgt. Der Klient trägt seit frühester Jugend alles zu seiner Heilung Notwendige in sich und weiß in der Regel, was gut für ihn ist. Zum Beispiel wird ein Säugling an einem Finger, der in Zuckerwasser getaucht ist nuckeln, während er einen in Essig getauchten Finger verschmähen wird.
Aufgabe des Coaches
Die Aufgabe des Therapeuten ist es also, mit dem Klienten zusammen die Diskrepanz zwischen dem Erleben des Klienten – das als Konflikt empfunden wird – und seinem Bedürfnis nach bedingungsloser Wertschätzung zu beseitigen. Um dies zu erreichen, muss das Problem analysiert und verstanden werden, um dann einen Weg zu finden, die Diskrepanz zu beseitigen.